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Neues vom Pferdeschutzhof (Bericht in "La Vita")

Liebe Unterstützer*innen,

oh, wie krank ist diese Welt! Keine 90 Jahre ist es her, dass ein Irrer einen Weltkrieg anzettelte. Menschen führten seine Befehle aus, mordeten, zerstörten, vernichteten Alles und verbreiteten Hass. Nie wieder Krieg, Frieden für Mensch und Tier? Nein, was gerade in der Ukraine und auch anderswo passiert, zeigt deutlich, es ist nur ein schöner Traum. Frieden wünschen sich nicht nur die Menschen, sondern vor allem auch die Tiere. Die Ohnmacht gegenüber denen, die in Versuchslaboren und Schlachthöfen ermordet werden, sowie die in Kriegsgebieten elendig krepierenden und von Bomben getroffenen Mitlebewesen lässt mich oft verzweifeln.
 
Umso wichtiger ist es, dem etwas entgegen zu setzen, mit unserem Lebensstil und Handeln. Es ist schön, dass ich dank eurer Unterstützung wenigstens einigen dieser Tiere den Horror der Ausbeutung ersparen kann!
 
Den Winter über gab es leider Abschiede. Neben Karlottas fortschreitender Lähmung wuchs ihr im Maul ein nicht operabler Tumor. Eines Morgens zeigte sie mir deutlich: „Ich mag nicht mehr!“ Sie durfte friedlich in meinen Armen einschlafen.


Karlotta


Ludwig wurde über den Winter immer müder und schlief immer tiefer. Er kam nur noch kurz zum Essen raus und schlief sonst nur noch, dick im Stroh eingekuschelt. Irgendwann schlief er so fest, dass ich ihn immer wecken musste, wenn es Essen gab. Eines Nachts, Anfang Februar, ist er dann für immer eingeschlafen.


Ludwig

Ich vermisse Karlotta und Ludwig beide ganz doll, bin aber auch froh, dass sie hier noch so viele glückliche Jahre hatten.
 
Anfang März wieherte Valentino plötzlich ganz verzweifelt rufend. Ich eilte zu ihm. Er stand völlig orientierungslos auf der Weide, nahm nichts mehr wahr und konnte seinen Körper nicht mehr koordinieren. Ich habe so was noch nie gesehen; auch der herbei geeilte Tierarzt wusste nicht, was das ist: Nervenstörung im Hirn, epileptischer Anfall, Hirnblutung? Der Tierarzt behandelte die Symptome und nach 2 Stunden normalisierte sich Valentinos Zustand. Ein paar Tage wirkte er noch etwas müde, aber seitdem ist er wieder ganz „der Alte“. Bis heute wissen wir nicht, was da passiert ist; zurück bleibt die Angst, dass es wieder passieren könnte.  Michel hatte Ende März einen Hufabzess, der geöffnet werden musste; am nächsten Tag ging es ihm dann zum Glück gut.

Valentino
 
Rosa bekommt seit Mitte Mai eine individuelle Bachblütenmischung. Ich hoffe, ihr aggressives Verhalten gegenüber Eberhard damit sänftigen zu können, so dass die 3 Schweine dann friedlich zusammenleben können. Bisher sind Rosa und Josie noch durch einen Zaun von Eberhard getrennt.

Rosa

Ende Mai sind Sadie (30 J.) und Sarah (19 J.) bei mir eingezogen. Ihre Menschen konnten sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um sie kümmern. Der Hof war verkauft worden, und die beiden mussten dringend dort weg. Ich wäre die letzte Hoffnung, wurde mir gesagt, sonst müssten sie zum Schlachter. Eine lebenslange Patenschaft wurde von ihren Menschen übernommen.
 
Liebe Grüße Mellie und die 4beinige Bande